Eigentlich war eine Moormann-Herberge nie geplant. Doch als die Firma Moormann gleich in der Nachbarschaft ihres Standortes ein Grundstück erwarb, um dort eine Lagerhalle zu errichten, gab es ein marodes, denkmalgeschütztes historisches Gebäude als Dreingabe dazu. Dieses Bauwerk - in dem seit dem Jahr 1671 der Sitz des ,Dorfbäck' nachgewiesen ist, der später als Hofbäcker den Schlossherrn auf dem angrenzenden Burgberg belieferte, und dann als Gastwirtschaft bzw. zuletzt als Jugendhotel genutzt wurde - war so baufällig, dass es den nahenden, strengen Bergwinter ohne Notsanierung des Daches nicht überstanden hätte. Und so kam der Stein ins Rollen: Ein neues Dach hat nur Sinn, wenn auch das Dachgeschoss repariert wird. Ein Dachgeschoss benötigt jedoch tragfähige Stockwerke darunter. Schritt für Schritt wurden die historischen Strukturen - sofern es sie noch gab - erkundet und freigelegt. Es sollte so viel wie möglich von der Substanz erhalten bleiben.

